WELTEC BIOPOWER baut Anlagengröße in Frankreich aus

Bretonische Biogasanlage wird auf 500 Kilowatt aufgestockt

Der Biogasanlagenhersteller WELTEC BIOPOWER nimmt derzeit gemeinsam mit dem französischen Partner WELTEC Agripower ein Erweiterungsprojekt in Iffendic (Bretagne) in Betrieb. Bereits 2014 wurde in Iffendic bei dem Landwirt eine Biogasanlage gebaut, nun wird diese in der Kapazität verdoppelt. Jetzt erzeugt die Biogasanlage täglich 500 Kilowatt Strom – genug um knapp 1000 Haushalte zu versorgen.

Ausschlaggebend für den erneuten Zuschlag für WELTEC waren für den Betreiber Samuel Morand neben der bedarfsgerechten Planung und der hohen Qualität der Biogasanlage auch die reibungslose Umsetzung des ersten Bauprojektes. Auch dieses Mal lief alles rund: „Nach einer raschen Genehmigung wurden auch die Erdarbeiten schnell abgeschlossen und WELTEC konnte mit seinen Arbeiten beginnen, was ebenso schnell ablief“, skizziert der Landwirt mit Jungbullen- und Schweinemast den zügigen Projektverlauf. „Das liegt auch daran, dass wir über eine große Erfahrung verfügen und sämtliche Abläufe mit unserem Projektpartner WELTEC Agripower routiniert eingespielt sind“, sagt Alain Priser, der das Frankreich-Geschäft bei WELTEC verantwortet. So konnte die erweiterte Anlage bereits nach wenigen Monaten Bauzeit ans Netz gehen.

Die Idee einer Anlagenerweiterung hatte Samuel Morand bereits vor drei Jahren beim Bau der ursprünglichen Biogasanlage. Da ihm damals jedoch nur eine begrenzte Menge an Rindermist, Schweinegülle, Ganzpflanzensilage (GPS), Getreideausputz und Apfeltrester zur Verfügung stand, entschied er sich zunächst für einen 2.625 Kubikmeter großen Edelstahlfermenter mit einem 250 Kilowatt BHKW. Die weiteren Anlagenkomponenten, wie den Dosierer oder die Pumptechnik legte WELTEC bereits vorrausschauend für die doppelte Anlagengröße aus. Auch das robuste Eintragssystem MULTIMix wurde so eingebunden, dass damit nun problemlos ein zweiter Fermenter gefüttert werden kann. Der MULTIMix sorgt dafür, dass langfaserige und klebrige Substrate wie Rindermist oder GPS effizient zerkleinert werden, damit das gesamte Energiepotential genutzt werden kann.

Nachdem der Betreiber in den vergangenen Jahren seinen landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich vergrößert hat, stehen ihm nun größere Mengen an Rindermist und Schweinegülle zur Verfügung. Auch ein Apfelsafthersteller kann Morand jetzt mehr Abfallstoffe aus seiner Produktion liefern. Diese Substrat-Aufstockung ist die Basis für die Anlagenerweiterung um einen weiteren 2.625 Kubikmeter großen Fermenter und ein weiteres 250 Kilowatt BHKW.

Vorteilhaft für französische Landwirte ist noch ein weiterer Umstand: Bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen wurde im Dezember 2016 die staatliche Grundvergütung für eingespeisten Strom, speziell für das Einbringen von Gülle, aufgestockt. Der maximale Vergütungszeitraum hat sich zudem um fünf auf zwanzig Jahre verlängert. Sowohl die Laufzeit als auch die Höhe des Tarifs sorgen in der Branche für mehr Planungs- und Investitionssicherheit. Für den Betrieb von Samuel Morand wirkt sich zusätzlich positiv aus, dass er die anfallende BHKW-Abwärme für seine Schweineställe und eine Gärresttrocknung nutzen kann.

So hat diese Maßnahme viele Gewinner: Die Franzosen nähern sich dem Ziel den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. Derzeit sind es rund 19 Prozent und gerade der Beitrag von Biogas an der Energieerzeugung ist ausbaufähig. Die neue Vergütung stärkt die Rolle von Biogas, sodass der Energieträger innerhalb der Energiewende Frankreichs seine eigentliche Stärke ausspielen kann: Gegenüber anderen erneuerbaren Ressourcen besitzt Biogas die Vorteile der zeitlich und mengenmäßig beeinflussbaren Energieerzeugung sowie der Speicherbarkeit. Das macht ihn zu einem wertvollen Bestandteil des Energiemixes, der nicht nur die CO2-Bilanz verbessert, sondern auch einen wirksamen Beitrag zur Netzstabilität, Versorgungssicherheit und Kreislaufwirtschaft leisten kann.

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