WELTEC-Biogaspark mit Gaseinspeisung
Eines der der größten Biogasanlagenin der Welt
Im Gewerbegebiet Könnern, zwischen Magdeburg und Halle, steht einer der weltweit größten Biogasparks mit Gaseinspeisung. Für eine Gesamtinvestition von rund 31,5 Millionen Euro werden vom Investor und Betreiber des Parks, die Nordmethan GmbH, auf einer Fläche von rund 17 Hektar etwa 15 Arbeitsplätze geschaffen.
Verantwortlich für die schlüsselfertige Übergabe
Als Generalunternehmerin war die WELTEC BIOPOWER GmbH verantwortlich für die Gesamtplanung des Projektes, die schlüsselfertige Erstellung inklusive der Infrastruktur, die Genehmigungsplanung, die Herstellung und Montage sowie die Inbetriebnahme und die anschließende biologische Betreuung des Biogasparks.
Die Inbetriebnahme des Parks war nach dem Baustart im Juli 2008 bereits im September 2009. Die ursprüngliche Planung sah die Errichtung von 16 Einzelanlagen zur Verstromung von Biogas vor. Das heutige Konzept beruht jedoch auf der Aufbereitung und Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz.
Der Biogaspark besteht aus vier Modulen mit je vier Fermentern, vier Gärrestlagern, einer Flüssigvorlage und einem Technikgebäude mit Separation, zentraler Pumpeneinheit und einem Verdichter für das Biogas. Durch diese Bündelung der Technik in Modulen werden Synergien geschaffen und eine Effizienzsteigerung erreicht.
Ausschließlich nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) und Gülle
Als Rohstoffe werden den Fermentern ausschließlich nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) und Gülle zugeführt. Die jährlich benötigte Frischmasse von etwa 120.000 Tonnen wird von etwa 30 Landwirten aus einem Umkreis von durchschnittlich 15 Kilometer angeliefert und kann vor Ort auf einer befestigten Siloplatte mit einer Gesamtgröße von 2,7 Hektar gelagert werden. Über Feststoffdosierer und Schneckenförderer werden die Feststoffe direkt in die Fermenter eingetragen.
Der Flüssigkeitshaushalt wird zu einem Großteil (60.000 Tonnen jährlich) mit Rezirkulat aus der Separation der Gärreste gedeckt. Dazu wird in den Technikgebäuden der Anlagenmodule etwa ein Drittel der gesamten Gärrestmenge mit Hilfe von Schneckenpressen separiert. Neben Rezirkulat und Gülle wird aber auch das auf der Silagefläche anfallende Regen- und Silagesickerwasser im Gärprozess eingesetzt. Es wird mit Hilfe einer zentralen Zisterne gesammelt und über die zentrale Steuerung auf die Flüssigkeitsvorlagen der Anlagenmodule verteilt. Die Gärreste werden von der Landwirtschaft als Wirtschaftsdünger wieder zurückgenommen.
Eine Jahresproduktion um 10.000 Haushalte mit Wärme und Strom zu beliefern
Das gereinigte Biogas tritt am Kopf der Adsorptionskolonne aus und wird mit Hilfe von Wärmetauschern auf die gewünschte Taupunkttemperatur abgekühlt. Anschließend wird es erwärmt, um ein Auskondensieren von Wasser im Bereich der weiteren Transportleitungen zu verhindern.
Nach dem Wasch- und dem Trocknungsprozess enspricht das Biogas den Qualitätsanforderungen der Richtlinien DVGW G260/G262. Je höher der Methangehalt des Biogases nach der Aufbereitung ist, desto geringer ist die notwendige Zugabe von Konditionierungsgas in der Einspeiseanlage. Dadurch erhöht sich die Gesamtwirtschaftlichkeit des Anlagenverbundes.
Die Erfahrungen, die seit der Inbetriebnahme im September 2009 gemacht wurden, erfüllen die Erwartungen an die Reinheit und den Methanschlupf voll und ganz. Für die Wärmeversorgung der Regeneration des Waschmittels stehen zwei Heizkessel zur Verfügung, eine Holzpelletfeuerung und ein Zweistoff-Gasbrenner. Nach der Aufbereitung wird das Biomethan an die vom Netzbetreiber betriebene Anlage für Konditionierung und Verdichtung übergeben.
Die Jahresproduktion beläuft sich auf eine Menge vor 15 Millionen Normkubikmeter Biomethan. Diese Menge reicht für die Versorgung von rund 10.000 Haushalten mit Wärme und Strom oder für 9.000 PKW mit einer Jahreslaufleistung von 30.000 Kilometer.






